Beschäftigung und Kopfarbeit 

 

Beim Degility werden eine Vielzahl anspruchsvoller Geräte genutzt. Im Gegensatz zum bekannten Agility geht es hier aber nicht um Geschwindigkeit, sondern um Ruhe, Konzentration, Körperwahrnehmung, Bindung und Vertrauen zum Halter und um ein effektives Training der Muskulatur des Hundes.

Der Hundehalter führt seinen Hund langsam über die verschiedenen Hindernisse (z.B. Hängebrücke, Luftmatratze, Rampe, Autoreifen, Cavaletti-Stangen, etc.). Da diese Geräte sehr anspruchsvoll gestaltet sind, fördert die enge Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund die Bindung; speziell das Vertrauen des Hundes in seinen Menschen.

Gleichzeitig werden sehr vielseitig die Muskeln des Hundes trainiert sowie seine Selbstwahrnehmung und die Koordination verbessert.

Das Degility wird nicht von einem unserer Trainer, sondern von unserer Hundephysiotherapeutin durchgeführt. (Voraussetzung ist deshalb ein gefestigter Grundgehorsam.) Dadurch kann unter anderem auf kleinere und größere physiologische Probleme der Hunde eingegangen werden. Das beginnt bei einfachen Muskelverspannungen und lässt sich über Reha-Maßnahmen nach Operationen bis hin zur erfüllenden Beschäftigung für Hunde mit Handicap und zur gesunden Bewegung für Hundesenioren fortsetzen. Außerdem werden Tipps für weitere kleine Übungen gegeben, die unterstützend zu Hause gemacht werden können.

Das zeigt gleichzeitig, dass sich Degility für Hunde jeden Alters und jeder Größe sowie auch für Hunde mit diversen körperlichen Beeinträchtigungen eignet.

Wir werden die langsamen und ruhigen Degility-Übungen allerdings (bei den Hunden, für die dies körperlich machbar ist) durch schnellere Übungen aus dem Agility ergänzen, wobei auch hier die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund im Vordergrund steht. Dadurch kann jedoch das Spektrum der Übungen erheblich erweitert werden, wodurch wir hier ein Trainingskonzept anbieten, welches über Jahre hinweg spannend bleibt.